Initiative für Große Kinder e.V. - igk
http://www.initiative-grosse-kinder.de
http://www.initiative-grosse-kinder.de/igk
Einsatz für Große Kinder
Die Lebensbedingungen von Kindern in den Industrienationen haben ich dramatisch
verändert. Zivilisationserkrankungen, Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten
nehmen zu.
Dies sind Hinweise darauf, dass die Lebenssituation besonders der inder zwischen
etwa 6 und 14 Jahren zu oft weder altersgemäß noch entwicklungsförderlich
ist.
Die Initiative für Große Kinder e.V. setzt sich dafür ein, dass sich der Umgang mit Kindern zwischen Vorschul- und Jugendalter in Familie, Schule und Gesellschaft an folgenden Fragen orientiert:
» Welche altersspezifischen Lebensbedürfnisse
haben Kinder in diesem Alter?
» Wie hängen diese Lebensbedürfnisse mit einer
gesunden körperlichen, sozialen, emotionalen
und geistigen Entwicklung zusammen?
» Wann und wo können Kinder ihre besonderen
Bedürfnisse befriedigen?
Die Initiative für Große Kinder
Die Initiative für Große Kinder ist ein Kreis von Bildungs- und Entwicklungsforschern, Sozial- und Sportwissenschaftlern, Kinderärzten, Mitgliedern von Schulverwaltungen, Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe, Lehrern, Pädagogen, Eltern, Psychologen, Therapeuten, Stadtentwicklern, Vertretern von Institutionen und Verbänden – Frauen und Männern, die sich zusammen getan haben, um die Belange von Kindern zwischen Vorschul- und Jugendalter stärker in das Bewusstsein der verantwortlichen Erwachsenen in Familie, Schule und Gesellschaft zu bringen.
Die Initiative beruht auf dem ehrenamtlichen und ungebundenen Engagement ihrer Teilnehmer. Wesentlich ist der persönliche Kontakt der Mitglieder untereinander, bei dem Ideen entwickelt und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im jeweiligen Tätigkeitsfeld der Teilnehmer und aus deren Verknüpfung gesucht werden.
Die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen der Teilnehmer an der Initiative ermöglichen einen ganzheitlicheren Blick auf die Situation der „Großen Kinder“, mit dem klarer erkennbar wird, inwiefern und an welchen Stellen deren basale Lebensbedürfnisse in Familie, Freizeit, Schule und Stadtplanung in unserer Gesellschaft berücksichtigt bzw. missachtet werden.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in konkrete Initiativen, Anstöße, Informationen und Forschungsprojekte münden, mit dem Ziel, Kindern im Alter zwischen etwa 6 und 14 Jahren die räumliche, zeitliche und soziale Lebensgrundlage zu schaffen, die sie brauchen, um sich ihrem Alter entsprechend körperlich, seelisch, geistig und sozial gesund weiter entwickeln zu können.
In der Initiative für Große Kinder ist Wissen und Erfahrung aus unterschiedlichen Professionen versammelt, die zusammengetragen einen erweitertenBlick auf die spezifischen und entwicklungsrelevanten Lebensbedürfnisse der Kinder zwischen Einschulung und Pubertät ermöglichen.
Die „Initiative für Große Kinder“ hat folgende Ziele
» die Lebensbedürfnisse von Kindern zwischen Vorschul- und
Jugendalter stärker in das Bewusstsein von Lehrern, Eltern,
Wissenschaftlern, Politikern und einer breiteren Öffentlichkeit
zu bringen
» die altersgerechte Beteiligung von Kindern an der Gestaltung
ihrer Lebenswelt in Elternhaus, Schule, Freizeit und Kommune
zu fördern
» ein Netzwerk zu knüpfen, in dem sich die Menschen, die sich
mit dem Leben, dem Lernen und der Entwicklung von „Großen
Kindern“ befassen, finden und austauschen können
» eine effektive, ganzheitliche Übertragung von Forscher- und
Praktikerwissen in die konkrete Lebenswirklichkeit der Kinder
zu befördern
» Eltern, Lehrerkollegien, Kinderärzten, Sozialarbeitern und
anderen nah, niederschwellig und praktisch kompetente
interdisziplinäre Hilfestellung im Umgang mit den Kindern
zu geben.
» die Einrichtung von Ganztagsschulen zu nutzen, um Kindern
nicht nur einen angemessenen Rahmen zum kognitiven und
sozialen Lernen zu geben, sondern ihnen auch den Raum
zu schaffen, den sie brauchen, um ihre altersgemäßen und
entwicklungsspezifischen Lebensbedürfnisse befriedigen
zu können.
Dipl.-Psych. Oggi Enderlein
Erlenweg 70 A
14532 Kleinmachnow
Tel 03 32 03 / 7 07 33
Fax 03 32 03 / 7 07 31
Dipl.-Psych. Oggi Enderlein
Freiberufliche Kinder- und Jugendpsychologin, Supervisorin BDP
Prof. Dr. Lothar Krappmann
Mitglied der Kommission für die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen
Prof. Dr. em. Bärbel Kirsch
Universität Potsdam, Institut für Psychologie
Prof. Dr. Frank Bittmann
Universität Potsdam, Institut für Sportmedizin und Prävention
Jürgen Bosenius
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin
Prof. Dr. Wolfgang Edelstein
Direktor emeritus, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin
Dr. Gerd Harms
Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Europaangelegenheiten
Dipl.-Ing. Antje Hendriks
Stadtplanerin und Architektin, GRUPPE PLANWERK, Berlin
Prof. Dr. Sylvia Kroll
Katholische Hochschule für Sozialwesen, Berlin
Dr. Jörg Maywald
Sprecher der National Coalition für die Umsetzung der UNKinderrechstkonvention
in Deutschland, Geschäftsführer der Deutschen Liga für das Kind
Ludger Pesch
Geschäftsführer des Pestalozzi-Fröbel-Verbandes (pfv), Berlin
Was brauchen Große Kinder?
Neben allgemein menschlichen Grundbedürfnissen wie Essen, Trinken, Schlafen, Zuwendung, Anerkennung, Sicherheit, ernst genommen, gefragt, beteiligt zu sein, die allen Menschen in allen Altersstufen gemeinsam sind, haben Kinder zwischen Kleinkindalter und Pubertät ihre speziellen grundlegenden Lebensbedürfnisse.
Diese alterstypischen Lebensbedürfnisse sind der Antrieb für die körperliche, geistige, soziale und seelische Entwicklung der Kinder.
Wenn diese Bedürfnisse zu kurz kommen, entstehen mit großer Wahrscheinlichkeit körperliche, psychische, psychosomatische und/oder soziale Fehlentwicklungen und Auffälligkeiten.
Die Zunahme an Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten,
psychosomatischen Erkrankungen und körperlichen Fehlentwicklungen weist
darauf hin, dass bei zu vielen Kindern in Deutschland diese grundlegenden Lebensbedürfnisse
zu kurz kommen: Andere Kinder · Selbstbestimmte Aktivitäten ·
Bewegung & Geschicklichkeit · Wissen & Können ·
Erwartungen an die Erwachsenen · Die Rechte der Kinder.
Warum sind andere Kinder so wichtig?
Kinder, die Freunde haben, sind psychisch gesünder und stabiler.
Die Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen Kindern fördert soziale Kompetenz: Teamfähigkeit, Rücksichtnahme, Toleranz, Verlässlichkeit, Taktgefühl...
Im Zusammensein mit Gleichaltrigen erproben Kinder die Gesetze des sozialen Miteinanders: Regeln und Sanktionen aushandeln, sich streiten und vertragen, intrigieren und vermitteln...
Die Bedeutung von Umgangsformen wird geklärt: was ist fair, was gemein, was anständig, was brutal, was respektvoll, kameradschaftlich, hilfsbereit, höflich...
In der Gemeinschaft mit anderen Kindern lernen Kinder gesellschaftlich wichtige Rollen kennen und mit ihnen umzugehen: Bestimmer, Antreiber, Mitläufer, Mahner, Verräter, Beschützer...
In ihren Gruppen und Cliquen erleben Kinder wichtige Gruppengesetze: Gruppenidentität, Zusammenhalt, Ausgrenzung...
Kinder erfahren von anderen Kindern wer sie sind und wo sie im Vergleich zu anderen stehen: Sie korrigieren und unterstützen sich und regen einander an, sich weiter zu entwickeln. Sie lernen sich selbst einzuschätzen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und mit ihnen umzugehen.
Große Kinder brauchen:
Mehr Zeit und mehr sichere, altersgerechte Orte, wo sie sich mit anderen Kindern treffen können, ohne von Erwachsenen angeleitet oder direkt beaufsichtigt zu sein.
Freizeitangebote, die dem Bedürfnis nach eigenständigem Zusammensein mit Gleichaltrigen, nach Erkunden und Erproben der Welt, gemeinsam mit Freunden, gerecht werden.
Vertrauen der Erwachsenen in die Fähigkeit der Kinder mit Risiken umzugehen, Konflikte selbst zu regulieren, sich gegenseitig zu unterstützen und von- und miteinander zu lernen.
Warum sind selbstbestimmte Aktivitäten und das
Erkunden der Welt im Wohnumfeld wichtig?
Image: Selbstbestimmte Aktivitäten
© Michael Kappeler/ddp
Kinder erwerben dabei Selbstständigkeit, Selbstsicherheit, Eigenverantwortung, Zuversicht, Orientierungsvermögen, Übersicht.
Sie entwickeln die Fähigkeit, Lösungen selbst zu (er-) finden: Kreativität, Inspiration, Improvisationsgabe, praktische Geschicklichkeit.
Mit eigenem Fragen – Forschen – Lernen – Wissen – Können – werden wichtige (z.B. naturwissenschaftliche) Grundkenntnisse erworben.
Eigenverantwortlich etwas zu tun, selbst gestellte Herausforderungen zu bestehen, schwierige Situationen zu beherrschen, entwickelt Realitätsbezug, Widerstandskraft, innere Stärke. Dies beugt psychosomatischen Erkrankungen vor.
Zur Welt im Wohnumfeld gehören auch „fremde“ Erwachsene: Durch Beobachtung, Begegnung und Auseinandersetzung mit ihnen und ihren Tätigkeiten wird Menschenkenntnis, soziale Kompetenz und Weltwissen erworben
Große Kinder brauchen:
Geeignete Aktionsräume im Wohnumfeld und als Schulgelände (nicht „Spielplätze“ mit vorgegebenen Aktivitäten), Naturräume mit Wasser, Gestrüpp, Wiesen, Bäumen, Felsen zum Klettern etc.
In der Schule längerfristige Projektwochen, deren Inhalt die Kinder selbst mitbestimmen.
In- und außerhalb der Schule mehr Gelegenheiten eigenen Fragen nachzugehen: zum Forschen, Entdecken, Experimentieren, Lösungen finden.
Schule „außerhalb“: Regelmäßige Besuche von wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen Einrichtungen und Exkursionen in die Natur.
Regelmäßige Aufenthalte über mehrere Tage in naturnahen Orten, im Rahmen von Schule, Jugendeinrichtungen, Familie.
Altersgerechten Zugang zu Informationen: Bücher, Internet, Bibliotheken, Kindervorlesungen usw.
Einblick in die Arbeits- und Berufswelt der Erwachsenen.
Warum ist Bewegung wichtig?
Kinder wachsen: Bewegung ist der wichtigste Motor für einen gesunden Muskel- und Knochenaufbau, für die Entwicklung der Organe und für ein ausgewogenes Hormonsystem.
Bewegung fördert den Aufbau des Nervensystems.
Bewegung baut Unruhe, Aggression, Stress und Depression ab.
Bewegung fördert die Ausschüttung von Glückshormonen und ist
damit Voraussetzung für die seelische Ausgeglichenheit, besonders im Kindesalter.
Selbstbestimmte Bewegung und Geschicklichkeitsübungen im Kindesalter schulen das Reaktionsvermögen, die Beweglichkeit, den Umgang mit Risiken, und beugen Unfallschäden vor.
Selbstbestimmte Bewegungsspiele und Geschicklichkeitsübungen fördern Willensstärke, Konzentrations- und Ausdauerfähigkeit.
Mannschaftsspiele, Wettkämpfe, Kräftemessen mit anderen Kindern fördern soziale Kompetenzen und die Identitätsentwicklung.
Große Kinder brauchen:
Mehr Zeit und mehr Orte, wo sie sich mit und ohne Spiel- und Sportgeräte allein und zu mehreren auf eigene Initiative und in selbst bestimmter Weise frei bewegen, spielen und laut sein können.
Flächen zum Fahren und Rollen.
Die Garantie auf mindestens zwei Stunden täglich weitgehend selbstbestimmte Bewegung im Freien, notfalls in Sporthallen.
Freizeitangebote, die dem Bedürfnis nach selbst bestimmter Bewegung und Geschicklichkeitsübungen gerecht werden.
In der Schule das Recht auf Bewegung, Wechsel von Konzentrations-, Bewegungs- und Entspannungsphasen.
Warum ist es aus Sicht der Kinder wichtig Wissen
und Können zu erwerben?
Etwas zu wissen und zu können ist eine wunderbare Erfahrung, macht glücklich und stärkt das Selbstwertgefühl.
Etwas zu wissen und zu können, was mit dem wirklichen Leben zu tun hat,
vermittelt Lebenszuversicht. Das Gefühl „nur“ für die
Schule zu lernen und Wissen nicht parat zu haben entmutigt, macht Angst vor
der Zukunft.
Image: Wissen & Können
© Beate Reußner
Wissen und Können erwirbt man am nachhaltigsten aus eigenem Antrieb in angstfreien Situationen. Kinder genießen es, sich Wissen und Können in außerschulischen Bereichen anzueignen: als Spezialisten für Sport, Computer, Unterhaltungsmedien, Mode, Tiere, Tanz, ein Musikinstrument und vieles anderes.
Große Kinder brauchen:
Eine Schule, die fragt: Wie muss die Schule sein, die dem Kind gerecht wird? Und nicht: Wie muss das Kind sein, das der Schule gerecht wird?
Erwachsene, die das Grundrecht und das Grundbedürfnis jedes Kindes ernst nehmen, Wissen und Können zu erwerben.
Das Recht, dabei individuell unterstützt zu werden, frei von Angst vor Beschämung, Demütigung oder Ausgrenzung.
Berücksichtigung der biorhythmischen, körperlichen, sozialen, emotionalen Bedürfnisse bei der Planung des Schulalltags.
Lerngelegenheiten außerhalb der Schule, die als Leistung anerkannt werden.
Respekt vor dem sozialen Hintergrund, der Herkunftssprache. Eine Kultur ohne Ausgrenzung und Abwertung.
Erwartungen an die Erwachsenen PDF Drucken E-Mail
Richtlinie der Erwachsenen im Umgang mit Kindern darf nicht die Frage sein: „Welchen Normen und Standards müssen Kinder und Jugendliche in welchem Alter gerecht werden?“
Sondern:
„Was braucht dieses eine Kind, um sich nicht nur geistig, sondern auch
körperlich, sozial und emotional gesund weiter entwickeln zu können?“
Image: Erwartungen an die Erwachsenen
© Guido Holtkamp
Was brauchen Große Kinder von Erwachsenen?
„Große Kinder“ brauchen auf ihrem Weg ins Jugendalter ein Geländer aus Verlässlichkeit, klaren Regeln und Strukturen, an dem sie sich halten und orientieren können. Dafür sind die Erwachsenen in Familie, Schule, Vereinen, Jugendhilfeeinrichtungen, Kommune und Gesellschaft verantwortlich.
Große Kinder brauchen eindeutige Hinweise und Vorbilder von Erwachsenen,
wie man mit anderen Menschen korrekt umgeht.
Denn es ist das Alter, in dem moralische und ethische Normen erworben und entwickelt
werden.
Große Kinder brauchen Anleitung, Ermutigung, Anerkennung durch Erwachsene.
Große Kinder brauchen Zutrauen in ihre wachsenden Fähigkeiten.
Große Kinder brauchen Erwachsene, denen sie vorbehaltlos vertrauen können.
Große Kinder brauchen angemessene, die individuelle Entwicklung anregende Herausforderungen, aber auch Schutz vor seelischer, geistiger, körperlicher und emotionaler Überforderung und Unterforderung.
Große Kinder brauchen die Garantie für persönliche Freiräume innerhalb von schützenden, Geborgenheit vermittelnden Grenzen: Verlässliche frei verfügbare Zeiten an sicheren Orten für eigene Aktivitäten. Respekt vor persönlichem Eigentum. Achtung der Privatsphäre.
Große Kinder müssen an den sie betreffenden Entscheidungen in einer Form beteiligt werden, die ihrer Entwicklung entspricht.
Dafür ist es notwendig, dass Erwachsene auch die nicht ausgesprochenen Botschaften der Kinder verstehen, ernst nehmen und die Anliegen der Kinder umsetzen.
Nicht zuletzt sind Kinder darauf angewiesen, dass sich Erwachsene um die elementare Grundversorgung wie regelmäßiges Essen, ausreichend Schlaf, Körperpflege, Schutz vor körperlichen und seelischen Verletzungen kümmern.
Den Kindern zu geben, was sie brauchen, ist nicht nur eine Sache der Kinderfreundlichkeit. Auf fundamentale Bedingungen ihres Wohlergehens, ihrer Entwicklung und ihrer Bildung haben Kinder ein Recht.
Diese Rechte sichert in Deutschland das Grundgesetz und alle weiteren Gesetze, die die Bestimmungen des Grundgesetzes konkretisieren. Die Bundesrepublik ist zudem einem internationalen Vertrag beigetreten, dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes („Kinderrechtskonvention“), das allen Staaten die Pflicht auferlegt, die Rechte des Kindes ohne Einschränkung zu verwirklichen und über den erreichten Stand regelmäßig zu berichten.
Image: Die Rechte der Kinder
© Guido Holtkamp
Zu den Menschenrechten des Kindes zählen:
• das Recht auf Leben, Gesundheit und gute körperliche Entwicklung
(Artikel 24 der Konvention)
• das Recht auf Entwicklung seiner Persönlichkeit und Entfaltung
seiner Fähigkeiten (Artikel 28 und 29 der Konvention)
• das Recht auf Zusammenleben der Familie und auf gute Beziehungen zu
beiden Eltern (Artikel 5 und 18 der Konvention)
• das Recht auf Schutz vor Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung
(Artikel 19 der Konvention)
Im Blick auf Große Kinder ist besonders bedeutsam:
• das Recht auf Gehör in allen Angelegenheiten, die Kinder betreffen
(Artikel 12 der Konvention)
• das Recht auf Spiel, freie Zeit und Erholung (Artikel 31 (1) der Konvention)
• das Recht, mit anderen Kindern zusammenzukommen (Artikel 15 der Konvention)
• das Recht auf Beteiligung an kulturellen und künstlerischen Betätigungen
(Artikel 31 (2) der Konvention)
• das Recht auf eine Privatsphäre und einen guten Ruf (Artikel 16
der Konvention).
Die Konvention übergeht nicht, dass Kinder Rat, Anleitung und Wissen benötigen. Sie verlangt aber von den Vertragsstaaten, dafür zu sorgen, dass alle Institutionen und alle Personen, die mit Kindern leben, sie beschützen und fördern, und dem Interesse der Kinder, sich als gesunde, kompetente, verantwortungsvolle Personen zu entwickeln Vorrang geben.
Die Rechte, die Kindern Gesundheit, Entwicklung, Bildung und Beteiligung zusichern, hängen nicht vom Wohlverhalten der Kinder ab. Wenn Kinder „schwierig“ sind, liegt es oft daran, dass diese Rechte verletzt wurden. Diese Rechte gehen daraus hervor, dass nicht erst volljährigen Menschen, sondern auch Kindern die Würde, Unversehrtheit und Entfaltungsmöglichkeiten zu garantieren sind, die jedem Menschen zustehen.
Die „Werkstatt: Schule wird Lebenswelt“ ist ein Teil des bundesweiten
Projekts „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“.
Sie wird im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) mit Unterstützung
der Jacobsstiftung von der „Initiative für Große Kinder“
umgesetzt.
Aufgabe der Werkstatt: Schule wird Lebenswelt ist es, die Einrichtung von Ganztagsschulen zu nutzen, um die Lebensqualität der Kinder zu verbessern und bei der Konzeption und der Qualitätskontrolle von Ganztagsschule die Belange der Kinder zu vertreten.
Die Werkstatt vermittelt Experten, Fortbildung und Beratung, mit dem Focus auf die basalen, entwicklungsrelevanten Lebensbedürfnisse von Kindern zwischen Einschulung und Pubertät.
Mehr Informationen unter:
www.ganztaegig-lernen.de oder www.ganztagsschulen.org
Initiative für Große Kinder e.V. - igk
http://www.initiative-grosse-kinder.de
http://www.initiative-grosse-kinder.de/igk
programmiert von Andreas Nagl naan.de